- Orð að borða. Wort(e) zu (fr)essen. -
Der Norden schreibt weit mehr als Krimis.
Guðbergur Bergsson gilt als einer der meist beachteten, wiewohl auch umstrittendsten, isländischen Schriftsteller der Gegenwart.
1972 kann für den Kultur- und Gesellschaftskritiker als ein Jahr des Umbruchs gesehen werden; schloss er doch mit den Bildenden Künsten weithin, um sich fortan dem Schreiben zu widmen. In diesem Jahr entstand Flatey-Frey, des Autors Schlüsselwerk für eine Vielzahl nachfolgender Schriften, das nun in einer zweisprachigen Ausgabe auf Deutsch vorliegt.
Weit abgeschieden, auf sich selbst, das Wesentliche, reduziert, ließ der Künstler das Langgedicht heranwachsen. Auf Flatey (’flache Insel’) entstand es nach und nach als Folge und Zusammenschluss von Wortopfern, die Guðbergur dem Fruchtbarkeitsgott Freyr darbrachte.
Dreisprachig wurde der Text nun präsentiert: in der Buchhandlung Shakespeare & Company folgten einer englischen Einleitung ausgewählte Passagen auf Deutsch und Isländisch, denen der Autor mit einer Art Sprechgesang einen beeindruckenden Abschluss setzte.
Der Reichtum an Stilmitteln, die Formenvielfalt der isländischen Sprache kann im Deutschen freilich nur in Ansätzen wiedergegeben werden. Umso mehr, mag sie auch holprig klingen, ist die nun vorliegende Übertragung zu würdigen.
Þakka kærlega fyrir – herzlichen Dank!
Guðbergur Bergsson
Flatey-Frey/Flateyjar-Freyr
aus dem Isländischen von Hans Brückner
mit einem Nachwort versehen von Jón B. Atlason
deutsch/isländisch
Martin Schmitz Verlag, Berlin 2007
Stimmung: var skemmtilegt.
Kommentare: 0
|
|
schreibe Kommentare:
Du bist nicht eingeloggt! Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben.
Wenn Du bereits einen Account besitzt, logge Dich bitte hier ein.
|
|
|
|
|
|
|
|